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Zumba: ein Tanz-Workout, bei dem niemand perfekt sein muss

Aktualisiert am Lesezeit ca. 3 Minuten

Salsa, Merengue, Reggaeton, dazu eine Stunde lang gute Laune und viel Schweiß: Zumba ist einer der beliebtesten Kurse überhaupt. Tanzerfahrung brauchst du dafür nicht.

Wie Zumba entstanden ist

Zumba geht auf den kolumbianischen Tänzer und Choreografen Alberto „Beto“ Pérez zurück. Der Überlieferung nach hatte er in den 1990er-Jahren die Musik für eine Aerobicstunde vergessen und improvisierte mit Salsa- und Merengue-Kassetten aus seinem Auto. Aus dem Improvisieren wurde ein Konzept. Ende der 1990er-Jahre ging Pérez in die USA; 2001 wurde Zumba als Marke eingetragen. Seitdem hat es sich weltweit verbreitet.

Anders als klassische Aerobic arbeitet Zumba nicht mit einem durchgehenden Takt und genormten Schrittfolgen. Jedes Lied hat eine eigene Choreografie, die sich nach dem Charakter der Musik richtet – mal schnelle Cumbia, mal ein ruhigeres Stück mit mehr Hüfte als Sprung.

Ablauf einer Stunde

Eine Stunde dauert meist 45 bis 60 Minuten und besteht aus zehn bis fünfzehn Liedern. Die Trainerin oder der Trainer tanzt vor und gibt die Wechsel mit Handzeichen an, gesprochen wird wenig. Nach dem Aufwärmen wechseln schnelle und langsamere Lieder ab, gegen Ende kommen ein, zwei ruhige Stücke zum Ausklingen.

AufwärmenAusklangein Balken = ein Lied
Der Puls folgt den Liedern: schnelle Stücke wechseln mit ruhigeren ab – wie bei einem Intervalltraining.

Tipps für die erste Stunde

  1. In die zweite oder dritte Reihe stellen. Von dort siehst du die Trainerin gut und kannst dich an anderen orientieren.
  2. Erst die Füße, dann die Arme. Wenn die Schritte sitzen, kommen die Arme von allein.
  3. Nicht perfekt sein wollen. Nach drei, vier Stunden kennst du viele Lieder. Bis dahin ist mitbewegen wichtiger als richtig bewegen.
  4. Trinkflasche mitnehmen. Zwischen den Liedern ist kurz Zeit für einen Schluck.

Was du anziehst

Bequeme, atmungsaktive Kleidung und vor allem die richtigen Schuhe. Weil beim Zumba viel gedreht wird, sind Laufschuhe mit starkem Profil ungünstig – sie bremsen die Drehung und belasten Knie und Knöchel. Hallenschuhe mit glatter Sohle oder spezielle Tanz-Fitnessschuhe sind besser.

Varianten

  • Zumba Toning: mit leichten Hanteln für mehr Kraftanteil.
  • Aqua Zumba: im Wasser, besonders gelenkschonend.
  • Zumba Gold: langsamere Variante für Ältere und Einsteiger.
  • Zumba Kids: für Kinder, mit kindgerechten Choreografien.

Zumba im Trainingsplan

Zumba ist vor allem Ausdauer- und Koordinationstraining. Wer abnehmen möchte, findet darin eine Form, die Spaß macht und deshalb lange durchgehalten wird – mehr im Beitrag Abnehmen mit Sport. Für Muskeln und Knochen empfiehlt es sich, ein bis zwei Krafteinheiten dazuzunehmen, etwa einen Langhantel-Kurs. Einen Überblick über alle Formate gibt die Seite Kurse.

Häufige Fragen

Muss ich tanzen können?

Nein. Die Schritte wiederholen sich, und die Trainerin zeigt Wechsel mit Handzeichen an. Nach einigen Stunden kennst du viele Choreografien.

Ist Zumba auch für Männer?

Ja, auch wenn in vielen Kursen mehr Frauen tanzen. Zumba ist ein Ausdauer- und Koordinationstraining für alle, die Musik mögen.

Wie oft sollte ich zum Zumba gehen?

Zwei- bis dreimal pro Woche ist ein guter Rahmen. Ergänzt durch Krafttraining ergibt sich ein ausgewogener Trainingsplan.

Quellen und weiterführende Links

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