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Ausdauer & Regeneration

Sauna nach dem Training: wärmen, abkühlen, ruhen

Aktualisiert am Lesezeit ca. 3 Minuten

Viele Studios haben eine Sauna, und für viele Mitglieder ist sie der schönste Teil des Trainingsabends. Damit sie guttut, lohnt ein Blick auf Ablauf und Regeln.

Holzbänke und ein Saunahocker in einer hellen Saunakabine
Foto: MKFI, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Was in der Sauna passiert

In der klassischen finnischen Sauna liegt die Lufttemperatur meist zwischen 80 und 100 Grad bei niedriger Luftfeuchtigkeit. Die Haut erwärmt sich stark, die Körpertemperatur steigt um etwa ein bis zwei Grad. Der Körper reagiert mit Schwitzen und erweiterten Blutgefäßen, das Herz schlägt schneller. Beim anschließenden Abkühlen ziehen sich die Gefäße wieder zusammen. Dieser Wechsel ist der eigentliche Trainingsreiz für den Kreislauf.

Regelmäßiges Saunieren wird mit Entspannung und besserem Schlaf in Verbindung gebracht. Dass Sauna Erkältungen verhindert, wird oft behauptet; die Studienlage dazu ist aber nicht eindeutig.

Der Ablauf eines Saunagangs

Wärmen8–15 minAbkühlen2–5 minRuhen15–20 min2–3 Durchgänge
Ein Durchgang besteht aus drei Phasen – wärmen, abkühlen, ruhen.
  1. Vorher duschen und abtrocknen. Trockene Haut schwitzt schneller.
  2. Wärmen: 8 bis 15 Minuten, je nach Wohlbefinden. Auf den unteren Bänken ist es kühler, oben am heißesten. Die letzten zwei Minuten aufrecht sitzen, damit der Kreislauf sich einstellen kann.
  3. Abkühlen: zuerst an der frischen Luft durchatmen, dann kalt abduschen – von den Füßen herzhoch, zum Schluss Arme und Gesicht. Tauchbecken nur, wenn es sich gut anfühlt.
  4. Ruhen: mindestens so lange liegen, wie der Saunagang gedauert hat.

Zwei bis drei Durchgänge sind ein guter Rahmen. Mehr bringt nicht automatisch mehr.

Sauna und Training – in welcher Reihenfolge?

Nach dem Training, nicht davor. Direkt vor dem Sport macht die Hitze eher müde und kostet Flüssigkeit. Nach einer sehr harten Einheit ist es klug, zehn bis fünfzehn Minuten zu warten, bis Puls und Atmung sich beruhigt haben. Wer an diesem Tag sehr viel geschwitzt hat, zum Beispiel beim Indoor Cycling, sollte die Saunagänge eher kurz halten.

Trinken rund um die Sauna

ZeitpunktEmpfehlung
vor der Saunanach dem Training normal trinken
zwischen den Gängenwenig, damit der Körper weiter schwitzt
danachreichlich Wasser oder Saftschorle

Regeln, die in den meisten Saunen gelten

  • In der Kabine immer auf einem großen Handtuch sitzen oder liegen – kein Schweiß aufs Holz.
  • Während eines Aufgusses die Tür geschlossen lassen und nicht hinein- oder hinausgehen.
  • Ruhe halten, Handys bleiben draußen.
  • In vielen Saunen wird ohne Badekleidung sauniert. Wer unsicher ist, fragt am Empfang nach den Hausregeln, manche Studios haben getrennte Zeiten.

Sauna als Teil der Regeneration

Sauna, ein ruhiger Abend und genug Schlaf ergänzen sich gut. Wer zusätzlich die Muskeln lockern möchte, findet im Beitrag zum Faszientraining ein kurzes Rollprogramm. Ob ein Studio überhaupt eine Sauna hat und ob sie im Beitrag enthalten ist, ist ein wichtiges Kriterium beim Vergleich – mehr dazu im Beitrag Fitnessstudio in Fürth finden.

Häufige Fragen

Wie oft pro Woche ist Sauna sinnvoll?

Ein- bis zweimal pro Woche ist ein guter Rhythmus. Wer es gut verträgt, kann auch häufiger gehen; wichtig ist, auf das eigene Befinden zu achten.

Sauna direkt nach dem Krafttraining – schadet das dem Muskelaufbau?

Dafür gibt es keine belastbaren Hinweise. Wichtig ist, vorher etwas zu trinken und nach einer sehr harten Einheit kurz zu warten, bis sich der Kreislauf beruhigt hat.

Was ist ein Aufguss?

Beim Aufguss wird Wasser, oft mit Duftstoffen, auf die heißen Steine gegossen. Die Luftfeuchtigkeit steigt kurz stark an, und die Hitze wirkt intensiver. Wer das nicht mag, setzt sich auf eine untere Bank.

Quellen und weiterführende Links

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