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Firmen-Fitness: wenn der Arbeitgeber das Training mitbezahlt

Aktualisiert am Lesezeit ca. 3 Minuten

Immer mehr Betriebe beteiligen sich am Fitnessstudio ihrer Beschäftigten. Für beide Seiten kann sich das lohnen – wenn man die steuerlichen Regeln kennt.

Warum Betriebe in Fitness investieren

Rückenbeschwerden und Stress gehören zu den häufigsten Gründen für Fehltage. Betriebe, die Bewegung fördern, hoffen auf gesündere und zufriedenere Beschäftigte, und im Wettbewerb um Fachkräfte ist ein Fitnesszuschuss ein spürbarer Vorteil. Firmenfitness ist oft Teil eines größeren betrieblichen Gesundheitsmanagements, zu dem auch Arbeitsplatzergonomie, Rückenkurse und Angebote zur Stressbewältigung gehören.

Die zwei steuerlichen Wege

ArbeitgeberSachbezugbis 50 € im MonatGesundheitsförderungbis 600 € im Jahr
Zwei Wege mit unterschiedlichen Regeln: monatlicher Sachbezug oder zertifizierte Gesundheitsmaßnahmen.

Sachbezug und Gesundheitsförderung im Vergleich

WegGrenzeVoraussetzung
Sachbezugbis 50 Euro im MonatArbeitgeber schließt Vertrag mit Studio oder Netzwerk, keine Barauszahlung, zusätzlich zum Lohn
Betriebliche Gesundheitsförderungbis 600 Euro im JahrMaßnahme ist nach den Vorgaben der Krankenkassen zertifiziert, z. B. Präventionskurs

Sachbezug: Stellt der Arbeitgeber die Mitgliedschaft als Sachleistung zur Verfügung – er ist also selbst Vertragspartner des Studios oder eines Firmenfitness-Anbieters –, bleibt der Vorteil bis zu 50 Euro im Monat steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Grenze ist eine Freigrenze: Wird sie auch nur um einen Cent überschritten, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig. Andere Sachbezüge wie Tankgutscheine zählen mit in dieselbe Grenze.

Gesundheitsförderung: Leistungen zur Verbesserung des Gesundheitszustands sind bis 600 Euro pro Jahr und Beschäftigtem steuerfrei, wenn sie bestimmte Anforderungen erfüllen – etwa ein von den Krankenkassen zertifizierter Rücken- oder Bewegungskurs. Der normale Mitgliedsbeitrag eines Fitnessstudios fällt in der Regel nicht darunter.

Modelle in der Praxis

  • Firmenvertrag mit einem Studio: Der Betrieb handelt Sonderkonditionen mit einem Studio in der Nähe aus, oft günstiger als der Normaltarif.
  • Firmenfitness-Netzwerke: Anbieter bündeln viele Studios, Schwimmbäder und Kursanbieter. Beschäftigte können mit einer Mitgliedschaft an vielen Orten trainieren, der Betrieb zahlt einen Teil oder alles.
  • Kurse im Betrieb: Rückenschule oder Yoga in der Mittagspause, geleitet von externen Trainern.
  • Zuschuss zu zertifizierten Kursen: zum Beispiel über die 600-Euro-Regel.

Was Beschäftigte tun können

Frag bei der Personalabteilung nach, ob es ein Angebot gibt – viele wissen gar nicht, dass ihr Betrieb mitmacht. Wenn nicht, lohnt sich der Hinweis auf die Möglichkeiten. Unabhängig vom Arbeitgeber bezuschussen die meisten Krankenkassen zertifizierte Präventionskurse und haben oft Bonusprogramme für regelmäßige Bewegung.

Für kleine Betriebe in Fürth

Auch Handwerksbetriebe, Praxen oder kleine Büros können Firmenfitness anbieten – der Aufwand ist überschaubar, wenn man mit einem Studio in der Nachbarschaft spricht. Wer seinen Leuten etwas für den Rücken bieten will, findet Übungsideen im Beitrag zum Rückentraining. Und wie man die Kosten eines Studios insgesamt einschätzt, steht im Beitrag Günstiges Fitnessstudio in Fürth.

Häufige Fragen

Muss ich den Zuschuss versteuern?

Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und die Freigrenze von 50 Euro im Monat nicht überschritten wird, nicht. Ob das im Einzelfall so ist, klärt die Lohnbuchhaltung deines Arbeitgebers.

Kann ich mein bestehendes Studio behalten?

Das hängt vom Modell ab. Bei Firmenfitness-Netzwerken ist das Studio oft schon dabei. Bei Firmenverträgen mit einem bestimmten Studio kommt es darauf an, welches der Arbeitgeber gewählt hat.

Lohnt sich Firmenfitness für kleine Betriebe?

Oft ja. Schon wenige Beschäftigte reichen, um mit einem Studio in der Nähe Konditionen zu vereinbaren. Der Verwaltungsaufwand bleibt überschaubar.

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